Geboren 1895 in Wien, studierte Carry Hauser an der Wiener Graphi-schen Lehr- und Versuchsanstalt und an der Wiener Kunstgewerbe-schule. Nach dem Ersten Weltkrieg lebte er in Wien und zeitweise in Passau, wo er mit Georg Philipp Wörlen befreundet war. In Wien zählte er zur Avantgarde, bestückte zahlreiche Ausstellungen und verkehrte in Literatenzirkeln. Ab 1928 war er Präsident des Hagen-bundes und emigrierte 1939 vor den Nazis in die Schweiz. 1947 kam er nach einer entbehrungsreichen Zeit im Exil nach Österreich zurück, wo er zahlreiche Funktionen u.a. als Präsident des PEN-Clubs ausübte. Bis zu seinem Tode im Jahr 1985 in blieb er künstlerisch aktiv.
Mit 155 Arbeiten nimmt der Bestand an Kunstwerken von Carry Hauser innerhalb der Sammlung des Kunstkritikers Arthur Roessler einen wichtigen Platz ein. Carry Hauser lernt Roessler 1919 durch seinen Freund, den Dichter Franz Theodor Csokor kennen. Roessler ist von den Bildern Hausers begeistert und schließt einen Vertrag ab, der Hauser ein monatliches Einkommen sichert und ein ungehindertes Malen ermöglicht. Roessler organisiert auch Ausstellungsmöglichkeiten für Hauser, wodurch es 1919 zur ersten großen Schau im Haus der jungen Künstlerschaft und in der Folge zu etlichen weiteren Ausstellungen kommt.
Eine Ausstellung im Wien Museum Karlsplatz über Arthur Rössler und Egon Schiele dokumentiert zur Zeit auch die fruchtbare Verbindung von Carry Hauser und Arthur Rössler. Tip: www.wienmuseum.at











