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Sylvain Vignys Lebensgeschichte ist, speziell was ihre Frühzeit betrifft, weitgehend unbekannt. Er emigrierte in den zwanziger Jahren nach Frankreich und lebte von 1929 bis 1934 in Paris. Im selben Jahr übersiedelte er nach Nizza, wo er in zahlreichen Galerien der Städte entlang der Côte d’Azur, sowie im Museum von Cannes ausstellte. Auch in der Schweiz hatte er immer wieder Ausstellungen, zog aber vor allem durch den Ankauf eines Gemäldes durch das Musée National d’Histoire et d’Art das Licht der Öffentlichkeit auf sich. Seine Werke befinden sich in zahlreichen französischen Museen, u.a. im Musée National d’Art Moderne in Paris. 1961 erschien eine große, als Mappenwerk angelegte Monografie über Sylvain Vigny, mit Texten von Jean Cassou und Reproduktionen von Werken des Künstlers. Der heimischen Kunstszene noch wenig vertraut sind die Arbeiten des Exilösterreichers Sylvain Vigny. In Paris und Nizza, speziell wegen markanter Ansichten Pariser Straßen, belebter Strandszenen und Boulevards der französischen Riveria sowie expressiver Blumenstilleben geschätzt, fällt dem Publikum in Österreich die künstlerische Einordnung schwierig. Die Beurteilung von Vignys spezifischer Ästhetik ist dabei nicht im lokalen Betrachtungswinkel vorzunehmen, sondern im Kontext der französischen und internationalen Moderne zu betrachten. Dort bieten sich zahlreiche Gegenüberstellungen an. Man entdeckt den Vlaminck in Vignys Ansichten von Montmartre, gewahrt das dunkle, oft ins Düstere und Geheimnisvolle wechselnde Kolorit von Rouault oder spürt die Duftigkeit von Raoul Dufy in seinen Strandszenen.
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